nachtschicht ¬ schon mal was von wrdlbrmpfd gehört? am 15.11. auf der Kleinen Bühne
Wrdl Wrdlbrmpfd - diesen Namen nennt der Radfahrer einem Schutzmann, als dieser sein Fahrzeug kontrollieren will. Klingt absurd und genial zugleich und genau diese Mischung macht Karl Valentin zu einem der größten Komiker des 20. Jahrhunderts.
Unter dem Titel Valentinisches zur Nacht widmet sich Regieassistentin Ulrike Sorge in der ersten nachtschicht der Spielzeit am Donnerstag, dem 15. November um 21.00 Uhr dem Meister des gehobenen Blödsinns, der mit seiner besonderen Gestalt und seinem Sprach-Anarchismus eine vollkommen eigene Art der Komik schuf. Valentin beeinflusste nicht nur Bertolt Brecht, mit dem ihm eine enge Freundschaft verband, sondern war ebenso Vorbild für Loriot und Helge Schneider.
1924 vom Kritiker Alfred Kerr als „Wortzerklauberer“ gelobt und als „bayrischer Nestroy“ bezeichnet, stand Valentin in seiner Bühnenkunst dem Dadaismus, aber auch dem Expressionismus nahe. Alltägliches wird bei ihm zur Tragikomödie und selbst der lang geplante Gang ins Theater entpuppt sich als scheinbar unmögliches Unterfangen. Ulrike Sorge wird auf der Kleinen Bühne des Theaters Plauen-Zwickau die ungewöhnlichen Texte neu zusammensetzen und gemeinsam mit Johanna Steinhauser und Daniel Koch der jonglierenden Sprache auf den Grund gehen. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Theater Plauen-Zwickau

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