Sonntagmorgen versuchte ein Autodieb mit einem Sprung in die
Elbe vor Polizeibeamten zu fliehen.
In den frühen Morgenstunden wollte die Besatzung eines
Funkstreifenwagens einen Kleintransporter VW T3 am Albertplatz kontrollieren,
da am Fahrzeug entstempelte Kennzeichen angebracht waren. Der Fahrer des
Transporters ignorierte die Aufforderung der Beamten jedoch, beschleunigte das
Fahrzeug und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Fluchtstrecke führte von
der Königstraße über die Große Meißner Straße, den Carolaplatz bis hin zum
Carusufer.
Während der Flucht überfuhr der Fahrer des Kleintransporters
mehrere rote Ampeln und nutzte auf der Großen Meißner Straße die Fahrbahn des
Gegenverkehrs. Mehrere Fahrzeuge mussten dem VW ausweichen.
In einer Sackgasse am Carusufer endete die Flucht
schließlich. Als es für den Fahrer des Transporters kein Weiterkommen mehr gab,
setzte er abrupt zurück und rammte absichtlich einen Funkstreifenwagen. In der
Folge sah sich einer der verfolgenden Polizeibeamten gezwungen, seine
Dienstwaffe einzusetzen. Mit einem gezielten Schuss zerstörte er den Reifen des
Kleintransporters und verhinderte so eine weitere Flucht. Kurz darauf sprang
der Mann aus dem Fahrzeug, rannte in Richtung Elbe und sprang ins Wasser. Nach
wenigen Metern kehrte er jedoch wieder zum Ufer zurück.
Die Polizeibeamten nahmen den 36-jährigen polnischen
Staatsbürger vorläufig fest. Der Mann wurde aufgrund einer schweren
Unterkühlung in ein Dresdner Krankenhaus gebracht. Seinen Beifahrer, ein
27-jähriger Landsmann, hatten die Beamten bereits am Fahrzeug gestellt.
Der Grund der Flucht wurde schnell offenbar. Die beiden
Männer hatten den Kleintransporter VW T3 kurz zuvor von der Stetzscher Straße
gestohlen. Die Dresdner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen
übernommen.
Zeugen, welche durch die Fahrweise des VW T3 behindert
wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 zu melden.
Quelle: PD Dresden

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