Montag, 5. März 2012

Sonntagmorgen versuchte ein Autodieb mit einem Sprung in die Elbe vor Polizeibeamten zu fliehen in Dresden Neustadt



Sonntagmorgen versuchte ein Autodieb mit einem Sprung in die Elbe vor Polizeibeamten zu fliehen.

In den frühen Morgenstunden wollte die Besatzung eines Funkstreifenwagens einen Kleintransporter VW T3 am Albertplatz kontrollieren, da am Fahrzeug entstempelte Kennzeichen angebracht waren. Der Fahrer des Transporters ignorierte die Aufforderung der Beamten jedoch, beschleunigte das Fahrzeug und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Fluchtstrecke führte von der Königstraße über die Große Meißner Straße, den Carolaplatz bis hin zum Carusufer.

Während der Flucht überfuhr der Fahrer des Kleintransporters mehrere rote Ampeln und nutzte auf der Großen Meißner Straße die Fahrbahn des Gegenverkehrs. Mehrere Fahrzeuge mussten dem VW ausweichen.

In einer Sackgasse am Carusufer endete die Flucht schließlich. Als es für den Fahrer des Transporters kein Weiterkommen mehr gab, setzte er abrupt zurück und rammte absichtlich einen Funkstreifenwagen. In der Folge sah sich einer der verfolgenden Polizeibeamten gezwungen, seine Dienstwaffe einzusetzen. Mit einem gezielten Schuss zerstörte er den Reifen des Kleintransporters und verhinderte so eine weitere Flucht. Kurz darauf sprang der Mann aus dem Fahrzeug, rannte in Richtung Elbe und sprang ins Wasser. Nach wenigen Metern kehrte er jedoch wieder zum Ufer zurück.

Die Polizeibeamten nahmen den 36-jährigen polnischen Staatsbürger vorläufig fest. Der Mann wurde aufgrund einer schweren Unterkühlung in ein Dresdner Krankenhaus gebracht. Seinen Beifahrer, ein 27-jähriger Landsmann, hatten die Beamten bereits am Fahrzeug gestellt.

Der Grund der Flucht wurde schnell offenbar. Die beiden Männer hatten den Kleintransporter VW T3 kurz zuvor von der Stetzscher Straße gestohlen. Die Dresdner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugen, welche durch die Fahrweise des VW T3 behindert wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 zu melden.

Quelle: PD Dresden

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