Montag, 5. März 2012

Russe nach Schleusung vorläufig festgenommen in Görlitz



Am Freitag nahmen Bundespolizisten einen 45-jährigen Russen wegen des Verdachts des Einschleusens vorläufig fest. Der Mann saß hinter dem Lenkrad eines Pkw Chrysler mit belgischen Kennzeichentafeln, mit dem er einer Streife auf der Autobahn in Richtung Dresden aufgefallen war. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob er alleine in dem Auto unterwegs wäre. Während der Kontrolle jedoch zählten die Beamten 7 weitere Insassen, nämlich eine 38-jährige Russin mit ihren Kindern (16, 14, 11, 7, 6, 3). Teilweise hatten sich die Kinder in den Fußräumen des Fahrzeuges versteckt.

Zwar durfte der Russe mit seinem Flüchtlingspass tatsächlich nach Deutschland einreisen, sein Einschleusen allerdings steht immer noch unter Strafe! Deshalb wurde er angezeigt. Weil die Kennzeichen nicht zu dem von ihm genutzten Kraftfahrzeug gehörten, gab es noch einen "Zuschlag" wegen des Verdachts des Kennzeichenmissbrauchs. Inzwischen wurde er entlassen, die Ermittlungen gegen ihn werden jedoch weiter geführt. Angezeigt wurde auch die Mutter, die mit den Kindern unerlaubt eingereist war. Die Ausländerbehörde bietet der 7-köpfigen Familie gegenwärtig eine Unterkunft, bis der Termin der Übergabe an die polnischen Behörden feststeht.

Quelle: Bundespolizei

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