Eispiraten Crimmitschau erwarten schweren Kampf um den Klassenerhalt Die Eispiraten Crimmitschau stehen vor den letzten 8 Spielen in der Saison 2011/2012. Für die Westsachsen gilt es dabei, noch einmal alles zu geben und in der bevorstehenden Abstiegsrunde, die Spiele für sich zu entscheiden. Mit den Bietigheim Steelers, den Fischtown Pinguins Bremerhaven, dem SC Riessersee und den Dresdner Eislöwen warten durchweg schwere Gegner auf das Team von Trainer Fabian Dahlem. Wir haben uns mit den Kontrahenten befasst und ein paar Vergleiche aufgestellt.
Bietigheim Steelers:
Die Mannschaft aus dem Ellental zählt eigentlich zu den Favoriten in der zweiten Bundesliga und hatte einen schwierigen Start in die Saison erfahren. Viele Verletzungen sorgten für eine Reihe von Niederlagen, die das Team auf die untersten Ränge der Tabelle gespült haben. Dennoch haben die Spieler von Trainer Kevin Gaudet in den letzten Wochen bewiesen, welches Potenzial im Team steckt, und haben eine beeindruckende Aufholjagd gestartet. Zwar blieb der Sprung in die Playoffs Wunschdenken, zu unterschätzen ist die Truppe aus Bietigheim-Bissingen jedoch nicht. Im direkten Vergleich mit den Eispiraten gibt es in der bisherigen Saison eine ausgeglichene Bilanz. Die Westsachsen konnten zur Saisonmitte der Hauptrunde zwei der vier Begegnungen für sich entscheiden und waren dabei sowohl in eigener wie auch in fremder Halle siegreich. Beim ersten und letzten Aufeinandertreffer gingen die Punkte und der Sieg aber an die Mannschaft aus dem Ellental. Bemüht man die Statistik weiter, so zeigt sich dann, dass die Bietigheim Steelers in den beiden Abstiegsrundenbegegnungen als Favorit zählen. In bislang 55 Pflichtspielen gegen Bietigheim kamen die Eispiraten lediglich zu 16 Siegen und mussten damit mehr als doppelt so viele Niederlagen hinnehmen.
SC Riessersee:
Der letztjährige Aufsteiger aus Garmisch-Partenkirchen galt vor der Saison wohl als vermeidlich leichtester Kontrahent in der Liga und wurde ohne Zweifel unterschätzt. Das Team umfasst zwar nur einen recht überschaubaren Kader, kann aber mit Einzelkönnern glänzen. Vor allem Topstürmer Lubor Dibelka führt die Statistik der Liga an und muss als brandgefährlich eingestuft werden. Zusammen mit David Appel bildet er eine erste Sturmreihe, die für eine Vielzahl der Tore verantwortlich ist. Vor allem die körperlich robuste Spielweise fällt bei den Spielern von Coach Zdenek Travnicek immer wieder auf.
Die Eispiraten Crimmitschau haben dies selbst schon am eigenen Leib erfahren müssen. Nach zunächst zwei deutlichen Siegen ging das zweite Heimspiel der Westsachsen knapp verloren. Die letzte Partie in Garmisch-Partenkirchen war für die Eispiraten dann eine bittere Angelegenheit. Die herbe 5 zu 2 Pleite muss schnellstens aus den Köpfen gestrichen werden, um in der Abstiegsrunde wieder Erfolge zu feiern. Vor allem spielerisch ist die Abwehrreihe der Bayern schnell unter Druck zu setzten und offenbart dann ihre Schwächen, die konsequent genutzt werden müssen. Dann sollte es den Eispiraten gelingen die ewige Bilanz gegen Riessersee von derzeit 14 Siegen und 20 Niederlagen weiter zu verbessern.
Dresdner Eislöwen:
Wenn man überhaupt von emotionalen Gegnern sprechen kann, dann ist das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt definitiv der beliebteste bei den Fans. Denn mit den beiden bevorstehenden Derbys in Dresden und dann im Sahnpark, treffen hier zwei alte Bekannte aufeinander. Seit Jahren messen sich beide Teams in hochklassigen Begegnungen und sorgen immer wieder für Nervenkitzel. Für die Hauptstädter war die Hauptrunde eine der wohl Härtesten bislang. Neben zahlreichen Verletzungssorgen und dem Ausfall mehrerer Leistungsträger sorgte auch die Halle für Probleme. Durch ein undichtes Dach standen die Männer um Trainer Thomas Popiesch sprichwörtlich im Regen. Dennoch glänzt das Team mit den gleichen Tugenden, die auch die Eispiraten starkmachen. Kampfgeist, Leidenschaft und Willen haben die Spieler in den letzten Begegnungen schon gezeigt und damit auch, dass mit ihnen in der Abstiegsrunde zu rechnen ist. Mit 7 Niederlagen aus den letzten 10 Partien der Hauptrunde steckt das Team aber in einer Formkrise. Diese ist vor allem den vielen Ausfällen geschuldet und sollte kein Anlass zur Euphorie sein. Die Eispiraten Crimmitschau haben auch gegen die Löwen eine ausgeglichene Bilanz in dieser Saison. Nach zunächst zwei Niederlagen waren die Rot-Weißen aus Crimmitschau in den letzten beiden Derbys oben auf. Auch in der Abstiegsrunde soll gegen den Hauptrundenletzten aus Dresden wieder gepunktet werden.
Fischtown Pinguins:
Wohl wenige hätten diese Mannschaft in der Abstiegsrunde erwartet und wohl am wenigsten der Verein selbst. Die Truppe von Ex-Eispiraten-Coach Gunnar Leidborg ist mit Spielern erster Güte besetzt und besitzt zudem eine schier unglaubliche Kadertiefe. Mit einer kaum enden wollenden Liste können die Nordlichter Ausfälle nahezu ohne Schwierigkeiten kompensieren. Dennoch wurde ihr Endspurt auf die Playoff-Ränge in der Hauptrunde nicht belohnt. Trotz eines Sieges am letzten Spieltag in Riessersee blieb nur der undankbare 9. Platz und vielleicht ein kleiner Knacks in den Köpfen der Spieler und Verantwortlichen. Auch die Eispiraten können vielleicht davon profitieren. Zwei Siege und jeweils zwei knappe Niederlagen stehen im direkten Vergleich beider Mannschaften in dieser Saison bislang zu Buche. Vor allem in Bremerhaven waren die Westsachsen zweimal knapp an der Sensation die Partien für sich zu entscheiden. In der ewigen Statistik haben allerdings noch immer die Pinguine die Nase vorn. In 44 Pflichtspielpartien gingen die Bremerhavener 28 Mal als Sieger vom Eis. Die Eispiraten waren hingegen nur 16 Mal die Triumphierenden.
Quelle: Eispiraten Crimmitschau

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen