Frühmorgens
gegen sechs Uhr meldete sich eine junge Frau in Begleitung zweier Männer auf
dem Polizeirevier Dresden-Mitte. Die Frau bat die Beamten um Hilfe, da ihr
soeben der Hund davongelaufen sei. Neben dem Hinweis, dass sich das Trio auch
selbst auf die Suche nach dem vermissten Vierbeiner machen sollte, versprachen
die Polizisten sich der Sache anzunehmen. Dies taten die Beamten auch und
machten den Hund gegen acht Uhr auf der Steinstraße ausfindig. Nach einer
kurzen Fahrt im Funkstreifenwagen und einem Leckerli auf dem Polizeirevier,
wartete der Terrier auf sein Frauchen.
Allein die Hundebesitzerin reagierte auf die freudige Botschaft, dass ihr Hund
gefunden wurde, recht ungehalten. Sie gab den Beamten sinngemäß zu verstehen,
dass sie mit dem Hund nunmehr nichts anfangen könne. Obendrein ging während des
Telefonates auch einer ihrer Begleiter an das Handy und vergriff sich im Ton
gegenüber den Beamten. Etwas irritiert beendeten die Ordnungshüter das Gespräch
und übergaben den Hund notgedrungen der hiesigen Tierrettung. Warum die junge
Frau so unerwartet reagierte, stellte sich später heraus.
Gemeinsam mit ihren Begleitern war sie nach ihrem Besuch bei der Polizei direkt
nach Dresden-Oberwartha gefahren. Auf der Straße Zur Schäferei kam das Trio
dann mit einem angemieteten Pkw Ford Ka von der Fahrbahn ab, durchbrach einen
Mettallzaun und landete in einem Vorgarten. Dessen ungeachtet verließen die
Drei den Unfallort und zogen durch die angrenzenden Gärten. Dabei beschädigten
sie mutwillig einige Lauben und eine Solaranlage. Weiter gingen sie einen
älteren Herrn, den sie unterwegs trafen, nach seinem Auto an. Zudem stahlen sie
noch ein Fahrrad und beschädigten einen Verkehrsspiegel sowie ein Fahrzeug.
Als der Anruf der Beamten die Frau erreichte, ahnte diese sicherlich schon,
dass ihr und ihren Begleitern sehr bald einiges Ungemach droht – und das zu
Recht. Zeugen hatten die Missetaten des Trios beobachtet und die Polizei
alarmiert. Die eingesetzten Beamten konnten die Frau (20) und einen ihrer
Begleiter (29) im Bereich der Rudolf-Förster-Straße stellen. Die junge Frau
trug ein Nunchaku sowie ein Messer bei sich. Der 29-Jährige stand
augenscheinlich unter Drogeneinfluss. Der zweite Begleiter war inzwischen
geflüchtet. Er ist der Polizei aufgrund der Vorgeschichte jedoch namentlich
bekannt. Die Dresdner Polizei hat die Ermittlungen gegen das Trio aufgenommen.
Ein Vorfall mit einem gewissen Seltenheitswert. Fest steht: Redlich hat das
Trio nicht gehandelt. Ob das Trio dreist handelte, bleibt an dieser Stelle
offen.
Quelle: PD Dresden

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