Ende Oktober klingelte es
an der Wohnungstür einer 81-jährigen Frau im Chemnitzer Süden. Ein Mann und
eine Frau, beide der Seniorin unbekannt, stellten sich als zukünftige
Unternehmer vor, die finanzielle Hilfe beim Aufbau eines Teppichladens
benötigen, besonders um ihre beim Zoll lagernden Waren auszulösen. Wie es den
beiden letztlich gelang, die 81-Jährige so „um den
Finger zu wickeln“, dass sie einen Großteil ihres Vermögens verlor, ließ sich
im Zuge der bisherigen Ermittlungen nicht eindeutig nachvollziehen. Aber
offenbar auf die Mitleidsmasche weckten sie die Hilfsbereitschaft der Seniorin.
Sie wollte helfen und hob in der Zeit vom 31. Oktober 2011 bis 15. November
2011 mehrfach Geld von ihrem Konto ab und übergab es an das Betrügerpaar. Dass
sie betrogen wurde und die mehr als 50.000 Euro möglicherweise für immer
verschwunden sind, ahnte sie damals noch nicht. Erst, nachdem die 81-Jährige
auch noch Schmuck, eine Herrentaschenuhr und Sammlermünzen im Gesamtwert von
rund 10.000 Euro übergeben hatte und die vermeintlichen Existenzgründer sich
mehrere Wochen nicht mehr meldeten, ahnte sie, Betrügern aufgesessen zu sein.
Im Februar 2012 entschloss sie sich schließlich, zur Polizei zu gehen und
Anzeige zu erstatten.
Die Betrüger beschrieb die
81-Jährige folgendermaßen:
- Die Frau war 40 bis 45
Jahre alt und 1,55 m bis 1,65 m groß. Sie war schlank und sprach hochdeutsch.
- Der Mann war 30 bis 35
Jahre alt und 1,65 m bis 1,70 m groß. Er hat kaum gesprochen.
Möglicherweise nutzte das
Paar einen roten Pkw, zu dem jedoch keine weiteren Angaben vorliegen. Der
Versuch, Phantombilder von den Verdächtigen anzufertigen, scheiterte.
Die Ermittler haben
folgende Fragen:
- Wer kennt die
Tatverdächtigen oder kann Angaben zu deren Identität machen?
- Wer kann Angaben zum
Verbleib der südafrikanischen Gedenkmünze, des Anhängers mit Stein bzw. einer
silbernen Taschenuhr mit der Gravur „Albin Krippner“ machen? Wem wurden die
Sachen zum Kauf angeboten?
- Wer kennt ähnliche
Begebenheiten, die aber noch nicht angezeigt wurden?
Hinweise werden bei der
Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge unter
Tel. 0371 387-2279, aber
auch bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.
Quelle PD Chemnitz Erzgebirge


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen