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Freitag, 8. Februar 2013

Oberwiesenthal ist jetzt offiziell Luftkurort



Deutschlands höchstgelegene Stadt hat am Donnerstagnachmittag offiziell das Prädikat "Staatlich anerkannter Luftkurort" erhalten. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok übergab auf der Freilichtbühne am Hauptskihang die entsprechende Urkunde an Bürgermeister Mirko Ernst. Der FDP-Parteigenosse Morloks sagte bei MDR INFO, damit werde an eine Tradition aus dem Jahr 1922 angeknüpft. Schon damals sei Oberwiesenthal Höhenkurort gewesen.

Gutachten belegen gesundheitsförderndes Klima














Die Stadt am Fuße des Fichtelbergs profitiert vor allem von ihrer Höhenlage - 914 Meter über dem Meeresspiegel. Ernst zufolge ist die Luft hier sehr allergenarm, sie enthält sehr wenig Pollen und Stäube. Zudem herrsche ein Reizklima, welches schon einer Hochgebirgslage entspreche. Beides gelte als gesundheitsfördernd. "Oberwiesenthal erfüllt sämtliche Vorgaben in einem Maße, wie es kaum ein anderer Ort in Sachsen bieten kann", meinte der Bürgermeister.

Um das begehrte Prädikat Luftkurort zu erhalten, hat die Stadtverwaltung laut Ernst 150.000 Euro investiert. So mussten Gutachten zu Luftqualität, Klima und Lärm sowie ein Nutzungs- und Entwicklungskonzept vorgelegt werden. Dabei wurde auch auf die Infrastruktur geschaut: Gibt es ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie sowie Kultur- und Sportangebote? So plant Oberwiesenthal den Bau eines neuen Kulturzentrums und die Erweiterung der Sportanlagen. Bereits eingerichtet wurden nach Angaben von Ernst acht klimatherapeutische Wanderwege mit unterschiedlichen Längen und Höhenprofilen.




Besucher sollen nicht nur im Winter kommen

Über einen Mangel am Touristen konnte sich Oberwiesenthal bisher nicht beklagen. 2012 wurden 585.000 Übernachtungen registriert, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch liegt die Bettenauslastung im Jahresdurchschnitt nur bei rund 40 Prozent. Der Grund: Die Stadt am höchsten Berg Sachsens ist vor allem als Wintersportort bekannt und beliebt. Mit der Anerkennung als Luftkurort will Oberwiesenthal darum vor allem in den anderen Jahreszeiten Besucher anlocken und dadurch auch unabhängiger von der Schneelage werden. Minister Morlok warb bei der Urkundenübergabe bereits: "Auch im Sommer hat Oberwiesenthal viel zu bieten." Er verwies darauf, dass seit 1992 aus verschiedenen Fördertöpfen von Bund, Freistaat und EU fast 33 Millionen Euro unter anderem in Infrastruktur- und Tourismusprojekte der Stadt geflossen sind.

Quelle: Stadt Oberwiesnthal / Medienservice Erzgebirge

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Montag, 21. Januar 2013

Rodlerin Saskia Langer ist „Eliteschülerin des Sports 2012“ Cottbus „Eliteschule des Sports 2012“ – Ehrung durch DOSB und Sparkassen






Rodlerin Saskia Langer ist „Eliteschülerin des Sports 2012“ 

Cottbus „Eliteschule des Sports 2012“ – Ehrung durch DOSB und Sparkassen  

Saskia Langer ist die „Eliteschülerin des Sports 2012“. Die Rennrodlerin aus Oberwiesenthal wurde am Montag beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Frankfurter Römer durch den Dachverband des deutschen Sports und die Sparkassen-Finanzgruppe geehrt. Die 17-Jährige überzeugte im Jahr 2012 sowohl sportlich als auch schulisch mit herausragenden Leistungen.
Zwei Silbermedaillen im Einzel und im Teamwettbewerb bei der Premiere der Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck markierten die bisherigen sportlichen Höhepunkte der noch jungen Karriere des Rennrodel-Talentes. Zudem glänzte sie mit starken Noten und wird im nächsten Jahr ihr Abitur an der Eliteschule des Sports in Oberwiesenthal ablegen.

„Sport und Schule erfolgreich miteinander zu verbinden und auf beiden Feldern hervorragende Leistungen zu erbringen, stellt heranwachsende Athleten und ihr Umfeld vor große Herausforderungen. Saskia Langer hat diese im vergangenen Jahr bravourös gemeistert und ist daher ein Vorbild im System der dualen Karriere“, sagte Christa Thiel, DOSB-Vizepräsidentin Leistungssport, bei der Übergabe der Auszeichnung.

Die Eliteschulen des Sports sind ein Verbundsystem zwischen Schule, Training am Olympiastützpunkt und Wohnen im Internat. Die jungen Sportler erfahren so die bestmögliche schulische und gleichzeitig sportspezifische Ausbildung. Davon profitiert auch Saskia Langer: „In der Eliteschule des Sports funktioniert die Kooperation zwischen Sport und Schule wirklich zu 100 Prozent. Auch das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist toll. Man kommt uns entgegen in allem was wir tun.“

Mustergültig umgesetzt wird dies am Standort Cottbus, wie Werner Netzel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), bei der Auszeichnung der „Eliteschule des Sports 2012“ betonte: „Die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt viele tausend Talente an den 41 Eliteschulen des Sports. Der traditionsreiche Standort in Cottbus mit seinen knapp 500 Schülern zeichnet sich durch ein hervorragendes Betreuungsverhältnis aus. Beinahe 100 Pädagogen, Betreuer und sogar Lehrertrainer stehen den Athleten zur Verfügung. Die enge Abstimmung zwischen Schule und Sport durch flexible Nachholstunden oder pädagogische Begleitung von Lehrgängen hat Vorbildcharakter.“

Bei den Olympischen Spielen in London freute sich die Eliteschule des Sports in Cottbus über drei Medaillen ehemaliger Schüler: Diskuswerfer Robert Harting (Gold) und Bahnradfahrer Maximilian Levy (Silber/Bronze) drückten hier die Schulbank. Insgesamt gewannen Ex-Schüler bereits 39 olympische Medaillen. Neben den Schwerpunktsportarten Turnen und Radsport bietet der Standort Cottbus auch Behindertensportlern aus der Leichtathletik optimale Bedingungen.

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist der erste und bislang einzige Förderer der Eliteschulen des Sports aus der Wirtschaft. In Kooperation mit dem DOSB, der Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie den Kultus- und Sportministern der Länder besteht das Engagement für die Eliteschulen des Sports bereits seit 1997. Ein erfolgreiches System: In der Deutschen Olympiamannschaft von London waren unter 391 nominierten Athletinnen und Athleten 104 ehemalige oder aktuelle Eliteschüler. Von den 86 deutschen Sportlern, die in London Medaillen gewannen, waren 28 ehemalige oder aktuelle Eliteschüler. Der Anteil der Eliteschulen des Sports an den Medaillenerfolgen beträgt damit 32,5 Prozent.

Die besten Schüler des Jahres 2012 werden während der Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften im August 2013 von DOSB und DSGV zu einem Workshop eingeladen, bei dem die Teilnehmer die Möglichkeit haben, die Wettkämpfe live an der Strecke zu verfolgen.





Quelle: Deutscher Olympischer SportBund (DOSB)




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