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Donnerstag, 18. Juli 2013

400 Jahre Bürgeler Keramik im Erzgebirgsmuseum Annaberg- Buchholz Attraktive Ausstellung öffnet am 1. August ihre Pforten



400 Jahre Bürgeler Keramik im Erzgebirgsmuseum Attraktive Ausstellung öffnet am 1. August ihre Pforten

Vom 2. bis zum 4. August 2013 präsentieren sich 80 Töpfer aus zahlreichen europäischen Staaten in Annaberg-Buchholz zum 5. Europäischen Töpferfest.
Im historischen Töpferviertel, in unmittelbarer Nachbarschaft der berühmten Annenkirche, gibt es drei Tage lang ein breit gefächertes Programm, das von lebendiger Töpferkunst über hochkarätige Ausstellungen bis zu vielfältigen Musikdarbietungen reicht.
Der passende Auftakt dafür wird am 1. August im Erzgebirgsmuseum mit der Ausstellung „400 Jahre Bürgeler Keramik“ gegeben. Sie zeigt ein traditionsreiches Handwerk, das über Jahrhunderte hinweg in zahlreichen Städten und Regionen beheimatet war. Der Name „Bürgeler Keramik“ ist von einer Stadt in Thüringen abgeleitet, die seit vier Jahrhunderten vom Töpferhandwerk geprägt ist. Als „Töpferstadt“ wurde in ihr Kulturgeschichte geschrieben. Noch heute ist die Tradition lebendig. Zahlreiche Objekte, die z. B. im Keramikmuseum Bürgel ausgestellt sind, zeugen von Fantasie und kunstfertigen Händen. Neben dem beliebten Blau-Weiß-Dekor sind zahlreiche Techniken und Zierarten für den Herstellungsort verbürgt.

Den Höhepunkt als „Stadt der Töpferware, Keramik, Majolika und Tonwaren aller Art“ erreichte Bürgel im ausgehenden 19. Jahrhundert. In einer Epoche, die vom Aussterben alter Handwerkskunst geprägt war, arbeiteten viele Werkstätten sehr produktiv. Ausgewählte Werkstattbiografien zeigen ein breites Schaffensspektrum und ein ausgeklügeltes Vertriebssystem.
Qualität und eine funktionierende Distribution waren dabei ausschlaggebend für den Siegeszug der Gefäße aus Bürgel rund um die Welt. Noch heute erfreut sich diese Keramik großer Beliebtheit bei Nutzern und Sammlern.

Ausdrucksstarke Exponate aus Bürgeler Beständen werden anlässlich des Europäischen Töpferfestes im Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz präsentiert. Die nützlichen, praktischen und ästhetischen Keramiken sind Kulturträger und Geschichtenerzähler zugleich. Sie künden von Sachverstand, Schönheitssinn und handwerklichem Können ihrer Schöpfer und verraten Einzelheiten über den Bedarf und die Lebensumstände ihrer Benutzer. Neben
Gebrauchs- und Ziergeschirr sind Gefäße für Landwirtschaft, Handwerk und Haushalt zu sehen. Deutlich wird, dass der Alltag in der Zeit vor der Industrialisierung von vielfältiger Töpferware dominiert wurde. Vasen, Tiegel, Pfannen und Töpfe lassen auch das Kunstverständnis jener Zeit erkennen. Immer lebten Töpfer von der Arbeit ihrer Hände und schufen zerbrechliche Waren. Ein Sinnspruch lautet: „Aus Erd und Thon bin ich gemacht – wer mich zerbricht, der Töpfer lacht.“

Die Ausstellung „400 Jahre Bürgeler Keramik“ ist vom 2. August bis zum 3.
November 2013 geöffnet.


Quelle: Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz



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Dienstag, 7. Februar 2012

Unfallzeugen nach Flucht gesucht in Annaberg-Buchholz



In der Nacht zum 7. Februar 2012 befuhr gegen 0.10 Uhr der 27-jährige Fahrer eines VW Passat die Bruno-Matthes-Straße aus Richtung Hermannstraße in Richtung Kreisverkehr. Aus Richtung Kreisverkehr kam ihm ein bisher unbekannter Pkw entgegen, der etwa 15 Meter nach dem Kreisverkehr wendete, dann nach links in den Kreisverkehr, entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, einfuhr und wiederum nach links, entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, auf die Bahnhofstraße abbog. Der 27-jährige VW-Fahrer bremste und wich nach links aus, um nicht mit dem unbekannten Pkw zu kollidieren. Dabei geriet der Passat auf die Mittelinsel des Kreisverkehrs und fuhr dort gegen zwei Begrenzungssteine. Sowohl der VW-Fahrer als auch seine Beifahrerin (31) wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Am Passat sowie der Mittelinsel entstand Sachschaden, der sich insgesamt auf ca. 5 000 Euro beziffert. Bei dem unbekannten Pkw soll es sich um einen dunkelfarbigen Kleinwagen, evtl. ein schwarzer Opel Corsa, handeln. Wer kann Angaben zum Unfallhergang bzw. zum unbekannten Pkw machen? Unter Telefon 0371 387-2279 nimmt die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge Hinweise entgegen.

Quelle: PD Chemnitz Erzgebirge

Kraftakt der Polizei belohnt: Mutmaßlicher Serieneinbrecher in Haft/Durchsuchung bei weiteren Verdächtigen/Erst die Spitze des Eisberges



Mit der Festnahme eines 34-jährigen Mannes hofft die Annaberger Polizei einen Schlusspunkt hinter eine Einbruchserie setzen zu können. 

Beamte der Bereitschaftspolizei kontrollierten am Sonntag (5. Februar 2012), gegen 6.45 Uhr, auf der Bodelschwinghstraße einen Mann. Bei ihm fanden die Polizisten neben Betäubungsmitteln einen Laptop, eine Festplatte sowie mehrere Handys. Die zügigen ersten Ermittlungen brachten ans Licht, dass der Laptop einer Firma in der Johannisgasse gehört. Eine Polizeistreife überprüfte daraufhin den Firmensitz und stellte eine eingeschlagene Fensterscheibe fest. Im Verlaufe des Sonntagvormittags ermittelte die Polizei vier weitere Einbruchstatorte: ein Büro in der Johannisgasse, eine Kindertagesstätte und ein Jugendtreff auf dem Karlplatz und die Touristeninformation auf der Buchholzer Straße. An zwei weiteren Orten waren es Versuche geblieben.

Nachdem am Sonntag diese Handvoll Einbrüche feststand, klingelte bei den Ermittlern der Arbeitsgruppe „Annaberg“ des Polizeireviers zu Hause das Telefon. Wohl noch nie so gern sind sie an einem Sonntag ins Revier gefahren. Dort saß jetzt der Mann, dem sie seit Wochen auf der Spur waren. In seiner dreieinhalbstündigen Vernehmung wurde der Mann beschuldigt, 47 derartige Einbrüche begangen zu haben. In 30 Fällen machte er dazu Aussagen. Außerdem erlangten die Ermittler Hinweise, aus denen sich in den nächsten Tagen und Wochen weitere Ermittlungen ergeben. 

Die bei den Einbrüchen gemachte Beute wurde in Tschechien in bare Münze umgesetzt. Das Geld diente der Beschaffung von Drogen. Zur Rede steht Diebesgut im Wert von ca. 70.000 Euro.
Noch am Sonntag durchsuchten die Ermittler in Annaberg die Wohnungen zweier mutmaßlicher Komplizen (32, 42). Dort fand man umfangreiches Diebesgut sowie Beweismittel und stellte es sicher.

Am Montagnachmittag wurde der 34-jährige mutmaßliche Einbrecher dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Mann. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Für die Ermittler bedeutet dies aber keinesfalls, sich nun zurücklehnen zu können. Bisher, so vermuten die Kriminalisten, ist das erst die Spitze des Eisberges. Man geht davon aus, dass eine Tätergruppierung mit unterschiedlicher Tatbeteiligung diese Straftaten begangen hat.



Hintergrund:
Seit September 2011 musste die Polizei im Stadtgebiet von Annaberg zunehmend Einbrüche feststellen. Eingebrochen wurde in Firmen- sowie Behördenbüros, soziale und gemeinnützige Einrichtungen wie Kindergärten und -krippen, Arztpraxen, Apotheken sowie in Autos, aber auch in Gärten. Bei den Einbrüchen wurde in erster Linie Geld sowie Computertechnik und Heimelektronik gestohlen. In Einzelfällen wurde mit entwendeten EC-Karten Geld abgehoben.


Anfang Dezember konnten die Annaberger Kriminalisten einen ersten Erfolg verbuchen. Ein 46-Jähriger konnte dingfest gemacht werden. Er war vornehmlich als Einbrecher in Gartenlauben unterwegs gewesen. Ihm werden 37 Einbrüche zur Last gelegt. Doch die Einbrüche gingen weiter.
Ende November 2011 kam der jetzt Festgenommene erstmals in Visier der Polizei. Bei einer Personenkontrolle hatte er einen gestohlenen Fahrzeugschlüssel bei sich. Kurze Zeit später tauchte der Mann auf Bildern einer Überwachungskamera auf. Sie zeigten den 34-Jährigen beim Geldabheben mit einer aus einem Auto gestohlenen Geldkarte. Damit hatte man eine heiße Spur. 
Seit Januar 2012 arbeitet im Polizeirevier Annaberg die Arbeitsgruppe „Annaberg“. Die fünf Kriminalisten nahmen diese heiße Spur auf und arbeiten seitdem mit Hochdruck an der Aufklärung der Einbrüche. Diese hatten den Einwohnern und Gewerbetreibenden selbst Grund zur Sorge bereitet. Zivilfahnder und Beamte der Bereitschaftspolizei waren seit Wochen in Annaberg unterwegs. Mit ihrer Arbeit unterstützten sie die Ermittlungen. Am Sonntagmorgen nun hatte mit der Personenkontrolle des Tatverdächtigen dieser seit Wochen praktizierte Kraftakt zum Erfolg geführt. 

Quelle: PD Chemnitz Erzgebirge