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Dienstag, 6. August 2013

Bund und Land fördern Denkmalsanierung am Hilbersdorfer Rangierbahnhof






Bund und Land fördern Denkmalsanierung am Hilbersdorfer Rangierbahnhof

Maschinenhaus und Antriebstechnik der Seilablaufanlage können für die Nachwelt erhalten werden

Die Landesdirektion Sachsen fördert aus Mitteln des  Sonderprogramms des Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien und mit einem ergänzenden Zuschuss des Freistaates Sachsen das Vorhaben „Maschinenhaus der Seil­ablaufanlage“ des heutigen Technikmuseums am ehemaligen Rangierbahn­hof Chemnitz-Hilbersdorf.  Zuwendungsempfänger ist der Förderverein „Ei­senbahnfreunde Richard Hartmann“, dem zwei  Förderbescheide in einer Gesamthöhe von 143.323 Euro zugehen. 

Die Mitglieder des Vereins bemühen sich mit großem Einsatz um die Rekon­struktion von Teilen der ehemaligen Seilablaufanlage. Diese Anlage war zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme die modernste für die  lokomotivlose Zugzer­legung und wurde 1930 beim Völkerbund in Genf präsentiert. Im Zu­sammen­hang mit dem Betrieb der Seilablaufanlage wurde Ende der 1920er Jahre  auch das Maschinenhaus mit Befehlsstellwerk im Stil der klassischen Mo­derne erbaut, dessen Sanierung mit Hilfe der jetzt zur Verfügung gestell­ten Mittel realisiert werden soll. 

Der Rangierbahnhof in Hilbersdorf wurde Ende 1996 geschlossen. Der Ver­ein der“ Eisenbahnfreunde Richard Hartmann“ hat seit 2009 Teile der Seil­ablaufanlage rekonstruiert und der Öffentlichkeit zu Demonstrationszwecken wieder zugänglich gemacht. Nun soll das Maschinenhaus einschließlich der Antriebstechnik rekonstruiert werden. Nach Abschluss aller Arbeiten entsteht damit eine europaweit einmalige Schauanlage, mit der der Nachwelt das technische Denkmal  erhalten werden soll. 

Quelle: Landesdirektion Sachsen





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Mittwoch, 27. März 2013

Vortrag zum beliebten Zwickauer "Lindenhof" - Das Varietétheater im Spiegel politischer Ereignisse







Vortrag zum beliebten Zwickauer "Lindenhof" - Das Varietétheater im Spiegel
politischer Ereignisse

Der Lindenhof in Zwickau ist für viele Zwickauer etwas Besonderes. Die Menschen verbinden mit diesem Haus ganz persönliche Erinnerungen und Geschichten. In einen größeren Zusammenhang stellt Stadtchronistin Dr. Angelika Winter die Geschichte dieses legendären Veranstaltungshauses. Am Samstag, dem 13. April 2013, hält sie um 18 Uhr im Museums Priesterhäuser, Domhof 5-8, einen Vortrag zum Thema "Der Lindenhof. Ein Varietétheater im Sog der politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts". 

Die Stadtchronistin widmet sich in ihren Erzählungen Persönlichkeiten, welche die Geschichte des Varieté Lindenhof geprägt und persönliche Erinnerungen an ihre Zeit im Lindenhof hinterlassen haben. So werden zum Beispiel umfangreiche Passagen aus dem Leben des Kapellmeisters Erwin Pollini und Günter Schnabel, einst künstlerischer Leiter, im Mittelpunkt des Vortrages stehen. 

Pollini wirkte ab 1935 im Lindenhof und hatte damit maßgeblich Anteil am Erfolg der Einrichtung als "Volksvarieté". Wegen seiner jüdischen Abstammung
wurde er 1942 im Lindenhof verhaftet, zur Zwangsarbeit in einer Lampenfabrik
gezwungen und schließlich nach Auschwitz deportiert. Doch Anfang 1945 gelang ihm die Flucht von einem Häftlingstransport und nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er wieder die Leitung des Lindenhof-Orchesters.

Rückblick. Die Geschichte des Lindenhofs begann am 7. Oktober 1893 als Hotel und Ball- sowie Vereinshaus "Zum Lindenhof". 1903 baute der damalige
Besitzer Bruno Beyer das Haus zum "Grand Balletablissement und Varieté-Theater" aus. Nach dem Tod Beyers verlor das Haus an Bedeutung. Die Tradition als Varieté wurde unter Fritz Berger ab Dezember 1934 fortgesetzt. Ihm gelang es, dem Varieté Lindenhof zu internationaler Bedeutung zu verhelfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte kurzzeitig an diese Erfolge angeknüpft werden. Aufgrund eines Großbrandes im Jahr 1946 wurde das Etablissement vier Jahre geschlossen. Am 1. September 1950 konnte das größte Varieté Sachsens wiedereröffnet werden. Unter verschiedener Trägerschaft und unterschiedlichen Namen blieb das Haus als traditionsreicher
Veranstaltungsort der "heiteren Muse" bis 1992 eröffnet.

Der Eintritt kostet vier, ermäßigt zwei Euro.

Kontakt:
Museum Priesterhäuser
Telefon 0375 834551, E-Mail: priesterhaeuser@zwickau.de



Quelle: Presse- und Oberbürgermeisterbüro Stadtverwaltung Zwickau

Fotos:
Erwin Pollini, Stadtarchiv Zwickau
Varieté Lindenhof Innensicht, Postkarte, Stadtarchiv Zwickau Der Lindenhof,
Außenansicht, Postkarte, Stadtarchiv Zwickau



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Freitag, 14. Dezember 2012

Größte Bergparade Deutschlands am 23. Dezember in Annaberg-Buchholz Abschlussbergparade der sächsischen sächsischen Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine


Größte Bergparade Deutschlands am 23. Dezember in Annaberg-Buchholz Abschlussbergparade der sächsischen sächsischen Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine

Annaberg-Buchholz - Ganz im Zeichen bergmännischer Traditionen und der sächsischen Kulturgeschichte steht auch in diesem Jahr die größte Präsentation dieser Art in der Bundesrepublik. Am 23. Dezember lädt die Abschlussbergparade der sächsischen Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine erneut in die Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz ein. Über 1000 Trachtenträger, davon etwa 300 Bergmusikanten geben sich am vierten Adventssonntag in der historischen Altstadt von Annaberg ein Stelldichein.
Zehntausende Gäste erlebten in den Vorjahren dieses Glanzlicht sächsisch-erzgebirgischer Brauchtumspflege.
In diesem Jahr feiert man in Annaberg-Buchholz ein besonderes Jubiläum. Vor 50 Jahren beschloss der damalige Bezirksarbeitskreis erzgebirgischer Bergbrüderschaften im Kulturbund, die Abschlussbergparade immer in Annaberg-Buchholz stattfinden zu lassen. Die Tradition der Bergparaden indes ist viel älter. Bereits vor Jahrhunderten ließen die sächsischen Herrscher Bergparaden abhalten. Sie dokumentierten damit ihre wirtschaftliche Macht. Berühmt ist die Bergparade vom 26. September 1719, die anlässlich der Hochzeit des sächsischen Kurprinzen Friedrich August II.
mit der österreichischen Kaisertochter Maria Josepha im Plauenschen Grund bei Dresden stattfand. Neben 1000 anderen Sachzeugen der Volkskunst ist sie in der Manufaktur der Träume in Annaberg-Buchholz im Miniaturformat zu bewundern.

Zur Bergparade präsentieren sich die bergmännischen Traditionsvereine vom Berghauptmann über die Steiger, Hauer und Bergzimmerleute bis hin zu den „Bergfertigen“ in standesgemäßer Ordnung. Angeführt von Mitgliedern des
Bundes- und Landesvorstandes der deutschen Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, der sächsischen Landesstandarte und der gastgebenden
Bergknapp- und Brüderschaft „Glück auf" Frohnau/Annaberg-Buchholz e.V.
bewegt sich die Annaberger Bergparade ab 13.30 Uhr vom Busbahnhof über die Wolkensteiner Straße, vorbei am Annaberger Weihnachtsmarkt zum Eduard-von-Winterstein-Theater, zurück zum Markplatz und hinauf zur Annenkirche. Vor der Kulisse der größten spätgotischen Hallenkirche Sachsens erklingt zum Abschluss ein gewaltiges bergmännisches Konzert.

Jeweils am vierten Adventssonntag bildet die jährliche Abschlussbergparade des sächsischen Landesverbandes im Bund deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine einen Höhepunkt der bergmännischen Traditionspflege in der Bundesrepublik und der Adventszeit im Erzgebirge.
Bergknapp- und Brüderschaften aus zahlreichen deutschen Bergbaugebieten sowie der Tschechischen Republik sowie renommierte Bergmanns- und Hüttenkapellen sind in der alten Silberstadt zu Gast. Traditionsvereine aus allen sächsischen Bergstädten entlang der berühmten "Silberstraße", wie z.
B. aus Zwickau, Schneeberg, Schwarzenberg, Marienberg und Freiberg sowie aus Bad Schlema und Johanngeorgenstadt werden sich den Besuchern im prächtigen Berghabit zeigen. Sie erweisen damit der über 800jährigen Bergbaugeschichte des Erzgebirges die beste Referenz. Für den musikalischen Rahmen sorgen zehn Bergkapellen. Sie intonieren bekannte Bergmannsmärsche und beliebte bergmännische Weisen.

Besucher der Bergparade können Parkplätze auf dem Kätplatz an der B 95, auf dem Mischplatz an der Auffahrt zum Pöhlberg, an der Parkstraße, im Parkhaus Altstadt an der B 101, in der Tiefgarage unter dem Annaberger Markt nutzen.
Ein Wegweisungssystem weist auf die Stellplätze hin.

Lebendige bergmännische Traditionspflege Referenz an erzgebirgische Silberstadt Annaberg-Buchholz

In der Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz sieht man die große Bergparade als Zeichen einer besonderen Wertschätzung durch die bergmännischen Traditionsvereine und als symbolischen Dank für eine lebendige Brauchtums- und Traditionspflege. In Annaberg-Buchholz ist der Atem einer fünfhundertjährigen Bergbaugeschichte noch heute in vielfältiger Weise spürbar. Nicht zuletzt deshalb arbeitet die Stadt aktiv am Projekt „UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge“ mit.

In Annaberg-Buchholz gibt es - einmalig in Deutschland - die Chance, gleich in vier bedeutende Silbergruben des 16. Jahrhunderts einzufahren. Heute werden sie als Besucherbergwerke von zwei engagierten Vereinen und der Stadt betrieben. Der „Dorotheastolln" stellt die reichste Fundstätte des Annaberger Grubenreviers dar, der „Markus-Röhling-Stolln" die tiefste und „Im Gößner" besteht die Möglichkeit, mitten in der historischen Altstadt zu den historischen und monetären Wurzeln der Stadt vorzudringen. Im Ortsteil Geyersdorf betreibt ein Verein die Grube St. Briccius, die auf Voranmeldung für interessierte Fachleute zugänglich ist. Sie war einst im Besitz der berühmten Montanunternehmerfamilie Uthmann.

Die Annenkirche birgt mit dem berühmten Bergaltar von Hans Hesse (1521) die früheste Darstellung der Technologie des Silberbergbaus in Sachsen und der Frohnauer Hammer - einst städtische Münze und Bergschmiede - repräsentiert das erste Technische Denkmal  in Sachsen.
Im Adam-Ries-Museum können Besucher die Wirkungsstätte des Bergbeamten und Rechenmeisters Adam Ries in Augenschein nehmen, der von 15/23 bis zu seinem Tod 1559 in der Bergstadt wirkte.

Im Annaberger Stadtzentrum befindet sich mit der Bergkirche St. Marien die einzige bergmännische Sonderkirche Deutschlands. Sie wurde von 1502 bis
1511 errichtet und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ausschließlich mit Geldern der Bergknappschaft finanziert und betrieben. Von September 2004 bis September 2005 wurde das geschichtsträchtige Gotteshaus denkmalsgerecht saniert. Heute beherbergt sie mit der Bergmännischen Krippe ein Meisterwerk erzgebirgischer Holzbildhauerkunst.

Mit der Bergknapp- und Brüderschaft "Glück auf" Frohnau/Annaberg-Buchholz e. V., dem Bergmusikkorps Frohnau/Annaberg-Buchholz e. V. und den Vereinen „Markus-Röhling-Stolln" und „Dorotheastolln" gibt es in Annaberg-Buchholz aktive Interessengemeinschaften, die sich die bergmännische Traditionspflege und die Bewahrung bergmännischer Sachzeugnisse auf die (Berg-)fahne geschrieben haben.



Quelle: Stadtverwaltung Annnaberg- Buchholz



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Freitag, 2. November 2012

KUNSTSAMMLUNGEN ZEIGEN KOSTBARKEITEN BAROCKER TISCHKULTUR






Kunstsammlungen zeigen Kostbarkeiten Barocker Tischkultur

Erstmals auch zahlreiche Stücke aus dem Depot des Hetjens-Museums Düsseldorf zu sehen
Ab Sonntag, 11. November 2012 wird in den Kunstsammlungen Zwickau, Lessingstraße 1 eine neue Sonderausstellung zu sehen sein. Gezeigt werden kostbare Fayencen aus dem Hetjens-Museum Düsseldorf zum Thema „Prächtige Gefäße und üppige Tafeln. Tischkultur der Barockzeit“.
Die Prunk- und Genusssucht der absolutistischen Herrscher kennzeichnet die Zeit des europäischen Barock. Die Fürstenhöfe übertrafen sich bei der Veranstaltung großartiger Festivitäten und anspruchsvoller Vergnügungen mit prächtig gedeckten Tafeln.
Die Ausstellung beleuchtet die Herstellung und Vielfalt der Fayencen sowie ihre Bedeutung für die barocke Tafelkultur. Die 100 Fayencen aus dem Hetjens-Museum Düsseldorf werden im barocken Ambiente ausgestellt und durch Gemälde und Möbel aus Zwickauer Beständen ergänzt.
Da im Hetjens-Museum Düsseldorf nur ein Teil der Fayencen-Sammlung dauerhaft präsentiert werden kann, bietet die Ausstellung in den Kunstsammlungen Zwickau die Möglichkeit, nun auch zahlreiche Stücke bewundern zu können, die bislang im Depot aufbewahrt wurden und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.
Die Sonderausstellung ist im Rahmen der regulären Öffnungszeit der Kunstsammlungen bis Sonntag, 20. Januar 2013 zu sehen. (montags geschlossen, dienstags bis sonntags 13 Uhr bis 18 Uhr)

Begleitprogramm zur Ausstellung
  • Museumssalon: Barocke Tafelfreuden
Dezember 2012, 17 Uhr
Eintritt: 8 Euro
  • Familiennachmittag: Perücken – Modediktat und Machtsymbol,
16. Dezember 2012, 15 Uhr
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
  • Öffentliche Führungen
5. Dezember 2012 und 2. Januar 2013, jeweils 18 Uhr
  • „Schüssel, Kann und Gläser schwenken, das ist meine Freud!“, Kulinarisch-literarischer Abend
11. und 18. Januar 2013, jeweils 18 Uhr
Preis: 47,90 Euro (Eintritt und Menü mit 10 Gängen), Kartenverkauf in den Kunstsammlungen, Lessingstraße 1.



Quelle: Stadtverwaltung Zwickau