Dienstag, 2. Juni 2015

Zwickauer THW testet Trinkwasseraufbereitungsanlage an der Talsperre Eibenstock


Zwickau/Eibenstock. Am vergangenen Wochenende veranstalteten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vom Ortsverband Zwickau des Technischen Hilfswerkes eine mehrtätige Einsatzübung an der Talsperre Eibenstock. Ziel war es, die in Zwickau stationierte Trinkwasseraufbereitungsanlage unter Einsatzbedingungen zu betreiben. Der Auf- und Abbau der Anlage sowie der Transport der zweitausend Einzelteile bedeutet eine enorme logistische Leistung und muss dadurch auch geübt werden. Nur so können mögliche Einsätze auch bewältigt werden.

Für die viertätige Übung errichteten die vierzig Einsatzkräfte eigens ein Einsatzcamp, um eine 24-h-Betreuung der Anlage zu gewährleisten. Neben dem Trinkwasserlabor kamen eine Netzstromersatzanlage des Ortsverbandes Annaberg und Transportkomponenten vom Ortsverband Chemnitz zum Einsatz. Des Weiteren waren drei Fachhelfer vom Ortsverband Lemgo, in Nordreinwestfalen, angereist um sich an der Ausbildung zu beteiligen. 

Die Einsatzübung verlief erfolgreich und es wurde eine Trinkwassermenge von 

100 m³ produziert. Die Übungsstätte wurde von Vertretern des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft in Sachsen, der Landesdirektion sowie den THW-Ortsbeauftragten aus dem Geschäftsführerbereich Chemnitz besucht, um sich über die Einsatzoptionen der Fachgruppe Trinkwasserversorgung zu informieren.

Beim THW-Ortsverband Zwickau ist eine von bundesweit zehn Trinkwasseraufbereitungsanlagen stationiert. Die Anlage kann 15 Kubikmeter Trinkwasser pro Stunde herstellen. Zum Einsatz kommt die Anlage bei großen Katastrophenlagen im In- und Ausland, wie zuletzt bei der Erdbebenkatastrophe in Nepal. Trinkwasserexperten des Technischen Hilfswerkes in Zwickau waren bereits in Uganda, Haiti, China, Libanon und Jordanien im Einsatz. 



Text: Daniel Friedel