Dienstag, 9. Juni 2015

Erneut folgenschwerer Auffahrunfall am Stauende




BAB 4, Görlitz - Dresden, zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla

08.06.2015, 15:25 Uhr

Am Montagnachmittag hat sich auf der BAB 4 erneut ein folgenschwerer Auffahrunfall an einem Stauende ereignet. Zwei Fernfahrer verletzten sich dabei schwer. 
Ein 30-Jähriger bemerkte in Fahrtrichtung Dresden einen vor ihm bremsenden Sattelzug offenbar nicht rechtzeitig und prallte mit seinem Abschlepptransporter auf das Heck des Aufliegers. Der Mann konnte sich aus der schwer beschädigten Kabine des Peugeot schwer verletzt, aber aus eigener Kraft befreien. 
Auch der 29-jährige Fahrer des Sattelzuges wurde durch den Aufprall, der augenscheinlich nicht mit geringer Geschwindigkeit erfolgt war, schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz und brachte den Notarzt zur Unfallstelle, da die Rettungskräfte am Boden durch den Stau nur mit Mühe zur Unfallstelle durchkamen. Ursache hierfür war einmal mehr, dass viele Reisende keine Rettungsgasse gebildet hatten.
Aufgrund des Unfalls wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Dresden für etwa als zwei Stunden voll gesperrt. Danach wurde der Verkehr auf einer Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Autobahnpolizei lotste die Reisenden im kilometerlangen Rückstau in Richtung Burkauer Berg an der Anschlussstelle Pulsnitz von der Autobahn ab.
Die beiden Lkw-Fahrer kamen zur Versorgung in ein Klinikum. Die Bergungsmaßnahmen des Sattelzuges und des Peugeot-Transporters dauern voraussichtlich noch bis in den Abend an. Zur Höhe des Schadens liegen gegenwärtig noch keine Angaben vor. 

Die Polizei rät einmal mehr:

Die BAB 4 ist derzeit zwischen Dresden und dem Burkauer Berg aufgrund der beiden Baustellen und des alltäglich hohen Verkehrsaufkommens aus und in Richtung Polen ein Nadelöhr. Um möglichst entspannt und unbeschadet an sein Ziel zu kommen, hilft nur, ausreichend Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden einzuhalten. Bei Tempo 80 sind mindestens 40 Meter, bei Tempo 120 etwa 60 Meter zu empfehlen (Faustformel: Tacho-Halbe). Diese Wegstrecken werden Sie benötigen, um im Falle eines Falles rechtzeitig und gefahrlos anhalten zu können, wenn vor Ihnen der Verkehr plötzlich zum Erliegen kommt. 
Fahren Sie daher auch niemandem in den Sicherheitsabstand herein. Sie werden nicht schneller oder langsamer an Ihr Ziel kommen.
Falls der Verkehr zum Erliegen gekommen ist, denken Sie unbedingt an die Bildung der Rettungsgasse. Fahrzeuge in der linken Spur fahren dazu nach äußerst links, Fahrzeuge in der rechten Spur nach äußerst Rechts, auch unter Nutzung des Standstreifens. Nur so haben Rettungsfahrzeuge ausreichend Platz, um sich zügig einen Weg zur Unfallstelle zu bahnen. (tk)

Quelle: PD Görlitz