Samstag, 16. Mai 2015

Einige Brände: Feuerwehren am Männertag gefordert im Bereich der PD Görlitz


Die Feuerwehren in den Landkreisen Bautzen und Görlitz waren am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag vermehrt im Einsatz. Brennender Waldboden oder Wiesen, in Flammen stehende Gartenlauben und ein Brand, bei dem mehrere Hunderttausend Euro Schaden entstand, hielten die Retter in Atem.

Hoyerswerda, OT Bröthen/Michalken, An der Kiesgrube
14.05.2015, 13:43 Uhr

Am Donnerstagnachmittag brannten mehr als 150 Quadratmeter Waldboden an einer Kiesgrube bei Bröthen/Michalken. Die Flammen loderten unweit der Stelle, wo es bereits am Dienstag gebrannt hatte. Die freiwilligen Feuerwehren aus Hoyerswerda und Kameraden der Berufsfeuerwehr aus der Zuse-Stadt löschten die Flammen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Offenbar sind die Flammen an verschiedenen Stellen ausgebrochen, was auf eine vorsätzliche Legung des Brandes hindeutet.

Steinigtwolmsdorf, OT Ringenhain, Dresdener Straße
14.05.2015, 16:03 Uhr

In Ringenhain eilte die Feuerwehr am Nachmittag in die Dresdener Straße. Im Schornstein eines Wohnhauses hatte sich offenbar Ruß entzündet. Verletzt wurde niemand. Die örtlichen Wehren aus Neukirch, Steinigtwolmsdorf, Ringenhain und Weifa waren mit 48 Mann im Einsatz und löschten die Flammen.

Radeberg, Kleinwolmsdorfer Straße
14.05.2015, 16:08 Uhr

In Radeberg eilte die Feuerwehr zu einem Grundstück an der Kleinwolmsdorfer Straße. Aus bislang unbekannter Ursache war ein Schuppen in Brand geraten. Das Gerätehaus brannte ab, verletzt wurde niemand. Die Ursache ist gegenwärtig nicht abschließend geklärt. Ein Brandursachenermittler wird hierzu seine Forschungen vor Ort aufnehmen. Der Schaden belief sich auf etwa 1.000 Euro.

Weißwasser/O.L., Mühlenstraße
14.05.2015, 23:16 Uhr

In Weißwasser heulten gegen 23:16 Uhr das erste Mal die Sirenen. An der Mühlenstraße war auf einem Gartengrundstück eine Laube in Brand geraten. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gärten. Die betroffene Laube brannte nieder. Verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und geht dem Verdacht der Brandstiftung nach. Ein Brandursachenermittler wird seine Forschungen vor Ort führen.

Löbau, Böttchergasse
14.05.2015, 23:33 Uhr

In Löbau rief ein Anwohner die Feuerwehr kurz vor Mitternacht zur Hilfe. In einem verfallenen Haus an der Böttchergasse gab er an, Licht gesehen und ein lautes Geräusch wahrgenommen zu haben. Er vermutete eine Person, die sich dort womöglich illegal aufhalten würde und in der Ruine abgestürzt sein könnte. Nachdem die Feuerwehr das Areal abgesucht hatte und niemanden fand, kam auch ein Polizeihund zum Einsatz. Auch der Diensthund fand in dem teils verfallenen Gebäude keine Person. Die Feuerwehr sicherte anschließend einen Zugang zu dem Haus notdürftig ab. Ohne Feststellungen beendeten die Retter diesen Einsatz.

Reichenbach/O.L., Mittelstraße
15.05.2015, 00:28 Uhr

In Reichenbach wurde die örtliche Wehr kurz nach Mitternacht alarmiert. Vor dem örtlichen Jugendclub war ein heißer Grill umgefallen. Die Gäste löschten die Flammen selbst, so dass die Kameraden wieder in das Depot zurückkehren konnten.

Trebendorf, Rohner Weg
15.05.2015, 01:50 Uhr

Weitaus verheerender verlief ein Großfeuer auf einem Grundstück in Trebendorf. Auf dem Areal am Rohner Weg war während einer Feierlichkeit neben dem Festzelt gegen 01:50 Uhr eine Halle in Brand geraten. Hier lagerten etliche Ballen Heu und Stroh sowie ein Traktor. Einige Partygäste hatten zudem ihre Autos um die hölzerne Lagerhalle geparkt.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz und konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Festzelt oder andere Gebäude verhindern. Allerdings war die knapp 100 x 20 Meter große Halle nicht zu halten, sie brannte bis auf die Grundmauern nieder. Auch etwa 30 der abgestellten Autos waren nicht mehr zu retten. Zehn Fahrzeuge brannten vollständig aus, rund 20 weitere erlitten aufgrund der Hitze schwere Schäden.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr hatten jedoch immer wieder Mühe mit Personen, die versuchten, ihre Autos zu retten. Da sie sich dabei in Lebensgefahr begeben hätten, konnten die Beamten das in keinem Fall zulassen. Die Löscharbeiten wurden durch diese Handlungen erheblich erschwert.


Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Brandursachenermittler wird vor Ort seine Untersuchungen führen. Der Verdacht der Brandstiftung ist gegenwärtig nicht auszuschließen. Der Sachschaden bezifferte sich ersten Schätzungen nach auf mehrere Hunderttausend Euro. (tk)

Quelle: PD Görlitz