Freitag, 24. April 2015

Angriff auf Technisches Rathaus in Leipzig - Bekennerschreiben von linksunten.indiemedia:


Angriff auf Technisches Rathaus

Ort: Leipzig, Prager Straße 128, Technisches Rathaus Stadt Leipzig
Zeit: 24.04.2015; 03:20 Uhr

In den Freitagmorgenstunden haben erneut Unbekannte ein öffentliches Gebäude in Leipzig angegriffen. Gegen 03:20 Uhr näherten sich 10 bis 15 Vermummte dem Technischen Rathaus in der Prager Straße. Sie beschädigten mit Steinen und Werkzeugen insgesamt 42 Fensterscheiben und warfen Farbbeutel gegen die Glasfront sowie den Hintereingang des Gebäudes. Den Frontbereich besprühten sie mit einem Tag: #STOPASYLLAW in schwarzen Buchstaben. Die gesamte Aktion hatte nur ca. eine Minute gedauert. Danach war die Gruppe wieder im Schutze der Dunkelheit verschwunden. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus. Es ist in diesem Jahr die vierte ähnlich gelagerte Tat. Es gab bereits Angriffe auf den Polizeiposten Connewitz, das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Leipzig. In allen Fällen wurde in irgendeiner Form oder ein Protest gegen aktuelle Geschehnisse geäußert. Dieser endete jedoch immer in der Begehung nicht unerheblicher Straftaten. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt. (BA)

Quelle: PD Leipzig

Info der Stadt Leipzig dazu


Anschlag auf Ausländerbehörde: Über 40 Scheiben eingeschlagen

Erneut ist die Ausländerbehörde der Stadt Leipzig Ziel eines Anschlags geworden. In der Nacht zu Freitag schlugen ca. 10 Vermummte 42 Scheiben der Behörde an der Prager Straße ein und beschmierten Teile der Fassade mit Farbbeuteln. Nach ersten Untersuchungen muss von einem geplanten Anschlag ausgegangen werden. Bereits im vergangenen Sommer war die Behörde angegriffen worden.

Zu dem Anschlag ist auf der Internetplattform linksunten.indiemedia ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Angeblich wendet sich der Anschlag gegen die Asylpolitik der Bundesrepublik und der EU. Es heißt dort aber auch: „Wir wollen, dass sowohl Deutschland als auch die EU zugrunde gehen“.

Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte: „Dieser Anschlag hat nichts Politisches, hier geht es auch nicht um Flüchtlinge und deren Wohl. Hier geht es um Zerstörung und darum, einer ganzen Stadt mit Gewalt die eigene Meinung aufzwingen zu wollen. Dieses zutiefst undemokratische Verhalten ist aufs Schärfste zu verurteilen. Wie man mit Gewalt Flüchtlingen eine sichere Zuflucht bieten kann, bleibt das Geheimnis dieser Kriminellen.“

Die Polizei, die unmittelbar nach dem Tatereignis vor Ort war, hat die polizeilichen Ermittlungen aufgenommen. Der Gebäudeeigentümer hat bereits die Reparatur des Schadens veranlasst.

Einschränkungen im Dienstbetrieb der Ausländerbehörde gibt es nicht.

Quelle: Stadt Leipzig