Samstag, 27. Juli 2013

Zwickauer Luftretter fliegen 759 Einsätze -Halbjahresbilanz der DRF Luftrettung: Station Zwickau


Zwickau. Ein Auto kommt ins Schleudern und kollidiert mit einem Baum, die Fahrerin wird schwer verletzt. Ein Mann hat plötzlich starke Schmerzen in der Brust und Atemnot – im Notfall zählt jede Minute. 759-mal starteten die Zwickauer Besatzungen der DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2013, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu leisten.

„Gerade wenn ein Patient sehr schnell ärztliche Hilfe benötigt, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, bringt der Hubschrauber einen entscheidenden Zeitvorteil“, unterstreicht Sven Schönfelder, Rettungsassistent an Bord von „Christoph 46“, die Vorteile der Luftrettung. „Auffallend im ersten Halbjahr waren die vielen Glatteisunfälle, zu denen wir gerufen wurden. Bis weit ins Jahr hinein verunglückten Menschen zu Fuß oder mit dem Auto und benötigten schnelle medizinische Hilfe. Als es dann wärmer wurde gab es vermehrt Freizeitunfälle, zum Beispiel mit dem Fahrrad oder beim Grillen.“

Der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzte Hubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. „Christoph 46“ wird in den Landkreisen Zwickau, Chemnitz, Freiberg, Marienberg, Annaberg-Buchholz, Plauen, Gera, Jena und Hof angefordert. Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen.

Aus dem Einsatzalltag von „Christoph 46“

Am 28. März leistete der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung aus Zwickau seinen 27.500. Einsatz seit Inbetriebnahme der Station im Jahr 1991. Die Leitstelle Zwickau alarmierte die Besatzung nach Oberwiesen­thal, wo sich ein Skiunfall ereignet hatte. Ein Wintersportler war auf einer Abfahrt so schwer gestürzt, dass er das Bewusstsein verloren hatte. Angekommen am Einsatzort eilte die medizinische Besatzung zu dem Verletzten. Der Patient war zwar wach und ansprechbar, erinnerte sich allerdings nicht an den Unfallhergang. Daher bestand der Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma. Für weitere Untersuchungen wurde der verletzte Skifahrer zum Heinrich-Braun-Klinikum nach Zwickau geflogen.

40 Jahre DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung blickt in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Einsatzjubiläum zurück: Im März 1973 startete der erste Hubschrauber der DRF Luftrettung von Stuttgart aus, um bei einem Verkehrsunfall schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Heute setzt die DRF Luftrettung an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht Stationen sogar rund um die Uhr. Darüber hinaus setzt die DRF Luftrettung Ambulanzflugzeuge für die weltweite Rückholung von Patienten ein. Insgesamt hat sie in den vergangenen 40 Jahren bereits über 700.000 Rettungseinsätze geleistet.


In Deutschland hat jeder Betroffene Anspruch auf den Einsatz eines Rettungshubschraubers, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Während im bodengebundenen Rettungsdienst nach Einsatzpauschalen vergütet wird, werden Luftrettungseinsätze mit den Krankenkassen nach geleisteten Flugminuten abgerechnet. Diese Erstattungen decken im bundesweiten Durchschnitt nur die Kosten der Grundversorgung. Investitionen in moderne Hubschrauber, neueste medizintechnische Geräte und spezielle Fort-bildungen muss die DRF Luftrettung selbst tragen. Zur Finanzierung ihrer Arbeit ist die gemeinnützig tätige Organisation deshalb auf die Unterstützung von Förderern und Spendern angewiesen. Mehr Informationen online unter www.drf-luftrettung.de oder www.facebook.com/drfluftrettung

Quelle „DRF Luftrettung“


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