Donnerstag, 28. März 2013

BACHseits – Wege von und zu Johann Sebastian Bach Konzert mit dem Landesjugendblasorchester Sachsen



Thomas Scheibe, Chefdirigent * Simone Ditt, Sopran *

Der Thomaskantor Johann Sebastian Bach hat die Musikgeschichte wie kein zweiter vor und nach ihm geprägt. Zu Lebzeiten hoch angesehen und aus einer musikalischen, weit verzweigten Familie stammend, wandelte sich das Bachbild bis ins frühe 19. Jahrhundert. Man betrachtete den Komponisten als veraltet, überholt und kleinmeisterlich.

Der Leipziger Gewandhauskapellmeister und Gründer der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy entdeckte Bach für die Musikwelt neu und zeigte eben den bis dahin verdeckten Einfluss des barocken Meisters auf alle ihm folgenden Musikergenerationen. Bis in die heutige Zeit hält sich die Verehrung Bachs als genialer Tonsetzer mit zukunftsweisenden Visionen.

Im Konzert des LJBO Sachsen wird klanglich den Spuren Bachs bis in die Gegenwart nachgespürt. Den Ausgang macht der Luther-Choral „Ein‘ feste Burg ist unser Gott“, der vom Chefdirigenten des Orchesters, Thomas Scheibe, für sinfonische Bläsermusik bearbeitet wurde. Wie so viele Choräle wurde auch dieser von Bach in Töne gesetzt und ist bis heute fester Bestandteil liturgischer Praxis.

Mit David Maslankas TRAVELER und der Tondichtung ZIGGURAT des niederländischen Komponisten Wouter Lennaerts werden zwei Werke präsentiert, die sich auf das Werk des barocken Meisters berufen.

Die Aufführung des titelgebenden Werkes BACHseits von Johannes Stert wird die Erstaufführung des Werkes in Mitteldeutschland darstellen. Erstmals war das Werk im vergangenen Herbst beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Hildesheim zu hören. Der Komponist, selbst Leiter der erfolgreichen Orchestervereinigung Hilgen, beschreibt das Werk als Fantasie auf der Suche nach Neuem im Alten, nach Bach in der Musikgeschichte und nach der besonderen Bedeutung von Bach für die Bläser. Die Komposition wurde in Hildesheim mit dem Sonderpreis der Jury geehrt. Das Werk basiert auf Motiven der Ciaconna d-moll für Violine und gehört schon jetzt zu den technisch und künstlerisch schwierigsten Werken, die für Bläserorchester geschrieben worden sind.

Als Beweis, dass Bachsche Musik auch tanzbar sein kann, gelten die „Bachianas Brasileiras“ von Hector Villa-Lobos. Die Sopranistin Simone Ditt interpretiert die ARIE aus dieser Sammlung lateinamerikanischer Bach-Vertonungen gemeinsam mit dem LJBO Sachsen.

Als sächsisches Auswahlorchester ist das LJBO Sachsen eine künstlerische Heimat für junge Musikerinnen und Musiker, die nach bestandenem Probespiel im Orchester künstlerisch gefordert und gefördert werden.

Das Publikum darf gespannt sein auf sinfonische Klänge, in denen sich Ehrfurcht vor der Musik Bachs mit jugendlicher Leichtigkeit und Frische vereinen.

Quelle: Landes Jugend Blasorchester Sachsen

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