Mittwoch, 30. Januar 2013

Stefan Heym – ein großer Sohn der Stadt Chemnitz im Blickpunkt







Stefan Heym – ein großer Sohn der Stadt Chemnitz im Blickpunkt

Programm rund um den 100. Geburtstag Stefan Heyms vorgestellt – Stefan-Heym- Preis wird am 10. April verliehen – Internationale Konferenz mit hochkarätigen Gästen

Der 100. Geburtstag Stefan Heyms ist Grund und Anlass, den Schriftsteller, Publizisten und Ehrenbürger der Stadt Chemnitz besonders zu ehren: Die Internationale Stefan-Heym- Gesellschaft, die Technische Universität Chemnitz und die Stadt Chemnitz haben heute Schwerpunkte des umfangreichen Rahmenprogramms rund um die Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises vorgestellt.

Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises 2013 der mit 40.000 Euro dotierte Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wird am 10. April in einem Festakt an Christoph Hein verliehen. Laudator für Christoph Hein wird der Schriftsteller Ingo Schulze sein.
„Christoph Heins literarisches Werk ist geprägt von kluger Beobachtung und gesellschaftlichem Engagement. Er verbindet den Alltag seiner Figuren mit der Weltgeschichte, mit den großen Fragen. Er schreibt präzise wie ein Chronist, nüchtern und sachlich, und erzählt zugleich in einem wunderbaren, oft poetischen Ton. Christoph Hein ist ganz sicher niemals bequem, sondern immer ein im besten Sinne kritischer Geist. Das macht ihn zu einem Preisträger, der gerade zum 100. Geburtstag Stefan Heyms die Werte des Preises in besonderer Weise verkörpert“, so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.
Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wird im Gedenken an den Sohn und Ehrenbürger der Stadt zeitkritischen und couragierten Persönlichkeiten zuerkannt, die wie Stefan Heym als Schriftsteller oder Publizisten herausragende und nachhaltig wirkende Leistungen erbracht haben. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre verliehen. Aus Anlass des 100. Geburtstags Stefan Heyms wird 2013 vom üblichen Rhythmus abgewichen. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein Kuratorium, dessen Schirmherrin Inge Heym ist. Bisherige Preisträger sind Amos Oz (2008) und Bora Cosic (2011).
Zum Geburtstag Stefan Heyms wird zudem der Vorplatz vor dem Schocken nach Stefan Heym benannt. Das künftige „Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz. Kulturen entdecken – Geschichte verstehen“ wird dann die Adresse Stefan-Heym-Platz haben. 

Internationale Stefan-Heym-Konferenz 2013

In Zusammenarbeit mit der Professur für Neuere Deutsche und Vergleichende
Literaturwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz wird die Internationale Stefan-Heym- Gesellschaft am 11. und 12. April wieder eine wissenschaftliche Tagung in Chemnitz organisieren. Ihr Thema lautet „Der Jahrhundertzeuge – Geschichtsschreibung und Geschichtsentwürfe im Werk von Stefan Heym.“ Namhafte Referenten und Vertreter der Heym- Forschung aus dem In- und Ausland – etwa aus Berlin, Marburg, Freiburg, Gießen, Tübingen oder Cambridge – haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.

„Die von Stefan Heym verwendeten dokumentarischen Techniken und seine Wahrnehmung als „Jahrhundertzeuge“ verleihen seinen Romanen in besonderem Maße einen Eindruck von historischer Authentizität“, erklärt Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Inhaberin der Professur für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz.

„Die Tagung fragt nach Methoden, Modellen und Perspektiven von Stefan Heyms Geschichtsdarstellungen. Es soll grundsätzlich darum gehen, Heyms Geschichtsdenken und seine literarischen Repräsentationen von Vergangenheit zu positionieren: zwischen Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein, zwischen autobiografischer Erinnerung und den Erinnerungskulturen, zwischen historiographischer und utopischer Deutungsmacht.“

Rahmenprogramm der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft 

Im Umfeld der Konferenz hat die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft ein
umfangreiches und vielfältiges Rahmenprogramm für alle literaturinteressierten Chemnitzerinnen und Chemnitzer geplant und vorbereitet. Der Schwerpunkt wird im April, dem Geburtsmonat Stefan Heyms, liegen. Lesungen, Theateraufführungen, eine Ausstellung, literarische Stadtrundgänge, ein Literaturwettbewerb, Filmvorführungen und vieles mehr rücken Stefan Heym in den Blickpunkt. „Die Veranstaltungen sollen an eine Schriftsteller-Persönlichkeit erinnern, die zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts gehört. Unser Anliegen ist es, sowohl den erklärten Heym-Fans Interessantes zu bieten als auch neue Leser zu begeistern“, sagt Dr. Ulrike Uhlig, die Vorstandsvorsitzende der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft. Besonderer Programmhöhepunkt ist eine Exkursion nach Schwarzenberg, bei der die Teilnehmer auf Heyms Spuren wandeln, die er in seinem Roman „Schwarzenberg“ gelegt hat. „Besonders am Herzen liegt uns zudem der Literaturwettbewerb, der vom Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium initiiert wird, weil wir dort eine ganz junge Leserschaft mit dabei haben.“ 

Der Flyer mit dem kompletten Programm wird im Februar erscheinen. Mehr Informationen unter www.stefan-heym-gesellschaft.de und www.chemnitz.de



Quelle: Stadt Chemnitz



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