Wenn das Kunsteisstadion zum Mekka für Eishockeyfans aus nah und fern wird, so sind sie immer mit dabei und verleihen der Traditionssportstätte Stimme. Die Stadionsprecher haben zu allen Spielen und auch rundherum eine wichtige Rolle und bilden gleichzeitig das Sprachrohr an die Besucher. Was alles zu ihren Aufgaben zählt und wie ein typischer Arbeitstag abläuft, haben wir in Erfahrung gebracht.
Ihre Stimme ist ihr großes Kapital. Zumindest trifft das auf ihr Arbeitsgerät während der Eishockeyspiele im Sahnpark zu. Die Männer hinter den Mikrofonen haben dabei allerdings einiges um die Ohren und bereiten sich lange auf ihren Einsatz vor. Jens Thielemann der Stadionsprecher der Eispiraten Crimmitschau sowie Sven Fritsch, der neben den Eispiraten-Spielen auch Spiele der Mannschaften des ETC stimmlich begleitet, sind die beiden Hauptakteure. In letzter Zeit erhalten sie zudem etwas Verstärkung in ihrem Team durch Pressesprecher Stefan Aurich, der immer öfter vor den Partien des Eishockeyzweitligisten mit auf dem Eis zu sehen und vor allem auch zu hören ist. Egal wer von den drei Herren das Mikrofon in der Hand hält, ein gemeinsames Ziel vereint sie alle: Sie wollen die Besucher und Fans informieren. Doch das hört sich vielmals leichter an als getan.
Bis zu 3 Stunden bevor das erste Bully einer Partie gespielt wird, sind die „Sahnpark-Tenöre“ bereits vor Ort, um sich über letzte Informationen auszutauschen und die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Nicht nur Geschehnisse der letzten Tage werden dabei für die Fans aufbereitet, um später präsentiert zu werden, sondern auch alle sportlichen Neuigkeiten rund um den Kader stehen im Fokus. Ausgeschattet mit Mikrofon geht es dann bereits mit Öffnung der Stadiontore für sie los. Mit einer kleinen Begrüßung werden natürlich alle herzlich im Sahnpark willkommen geheißen. Anschließend wird es dann bis zur Erwärmung beider Teams noch einmal etwas ruhiger, bevor ihr großer Auftritt kommt.
Zugegeben, vor teils mehr als 3.000 Zuschauern sich auf die Eisfläche zu begeben, braucht schon etwas Mut den die Stadionsprecher immer wieder aufbringen müssen. Allerdings bleibt immer eine gewisse Anspannung bestehen. Welche Worte wählt man, was wurde zuvor alles besprochen und wie sieht das Programm vor dem Spiel aus? Auch die Aufstellungen der Mannschaften haben sie bei sich, um alle Fans zur Partie zu informieren. Aber nicht nur das reine Reden ist dabei wichtige Voraussetzung für einen gelungenen Ablauf vor dem Spiel.
Mit dem Einlauf beider Teams ändert sich dann auch das Aufgabenfeld für die Sprecher. Während der Begegnung haben sie das Spielgeschehen fest im Blick und informieren die Menge auf den Tribünen über Tore, deren Schützen und Strafzeiten sowie Schiedsrichterentscheidungen. Dabei haben sie es mit ihrer Art in der Hand, die Fans auf den Rängen nochmals so richtig in Extase zu versetzten.
Auch nach den packenden Spielen werden noch letzte Neuigkeiten und Hinweise an die Zuschauer vermittelt, bevor der Arbeitstag der Stadionsprecher zu Ende geht. Dann vertrauen viele auf kleine Kräuterbonbons aus einem Alpenstaat, um die meist stark belasteten Stimmbänder wieder etwas zu pflegen. Denn bis zum nächsten Spiel muss ihre Stimme wieder zu Höchstleistungen bereit sein.
Die Eispiraten Crimmitschau bedanken sich bei den Stadionsprechern für die geleistete Arbeit und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit in der kommenden Saison.
Quelle: Eispiraten Crimmitschau

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