In der Nacht von Sonntag auf Montag hielt die
Bundespolizei auf der Autobahnauffahrt Görlitz einen französischen Ford Galaxy
an, der in Richtung Dresden unterwegs war. Hinter dem Lenkrad saß ein
40-jähriger Russe, der von seiner 43-jährigen, russischen Ehefrau auf dem
Beifahrersitz begleitet wurde. Zwar fehlte der Frau der Reisepass, jedoch
konnten sie und er einen gültigen französischen Aufenthaltstitel vorlegen. Bei
den restlichen Passagieren sah die Sache etwas anders aus. Den im Fond des
Autos sitzenden zwei georgische Frauen (19, 26) - eine davon mit Kind (2) - und
deren georgischen Männern (27, 30) fehlten nämlich gültige Papiere für die
Einreise nach Deutschland. Sie waren lediglich im Besitz von Nachweisen, denen
zufolge sie in der Republik Polen vor nicht einmal 24 Stunden Asylanträge
gestellt hatten. Die Frage, wie es zu dieser "Mitfahrgelegenheit"
kam, beantworteten die Erwachsenen nahezu einvernehmlich mit "Zufall!
Dieser Zufall hat nun strafrechtliche sowie ausländerrechtliche Konsequenzen.
Das russische Pärchen wurde wegen des Verdachts des Einschleusens angezeigt und
in Richtung Frankreich geschickt. Die Georgierinnen und Georgier kassierten
eine Anzeige wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise ins Bundesgebiet. In ihrem
Fall entscheidet nun das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über eine
wahrscheinliche Überstellung nach Polen.
Quelle: Bundespolizei

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