Montag, 12. März 2012

Russisches Pärchen schleust Georgier in Görlitz



In der Nacht von Sonntag auf Montag hielt die Bundespolizei auf der Autobahnauffahrt Görlitz einen französischen Ford Galaxy an, der in Richtung Dresden unterwegs war. Hinter dem Lenkrad saß ein 40-jähriger Russe, der von seiner 43-jährigen, russischen Ehefrau auf dem Beifahrersitz begleitet wurde. Zwar fehlte der Frau der Reisepass, jedoch konnten sie und er einen gültigen französischen Aufenthaltstitel vorlegen. Bei den restlichen Passagieren sah die Sache etwas anders aus. Den im Fond des Autos sitzenden zwei georgische Frauen (19, 26) - eine davon mit Kind (2) - und deren georgischen Männern (27, 30) fehlten nämlich gültige Papiere für die Einreise nach Deutschland. Sie waren lediglich im Besitz von Nachweisen, denen zufolge sie in der Republik Polen vor nicht einmal 24 Stunden Asylanträge gestellt hatten. Die Frage, wie es zu dieser "Mitfahrgelegenheit" kam, beantworteten die Erwachsenen nahezu einvernehmlich mit "Zufall! Dieser Zufall hat nun strafrechtliche sowie ausländerrechtliche Konsequenzen. Das russische Pärchen wurde wegen des Verdachts des Einschleusens angezeigt und in Richtung Frankreich geschickt. Die Georgierinnen und Georgier kassierten eine Anzeige wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise ins Bundesgebiet. In ihrem Fall entscheidet nun das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über eine wahrscheinliche Überstellung nach Polen.

Quelle: Bundespolizei

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