Nach 36 Wohnungseinbrüchen innerhalb von zehn Tagen hat die
Dresdner Polizei die Ermittlungsgruppe „Balkon“ gegründet. Sieben Beamte
ermitteln ab heute zu der Serie.
Entgegen einer ersten These gehen die Kriminalisten nun von
mindestens zwei Tätern aus. So hatte ein Zeuge am Sonntagvormittag zwei
Unbekannte bei einem Einbruch an der Nagelstraße überrascht. Die Einbrecher
beschrieb er als junge Männer von ca. 175 cm Größe und schlanker Gestalt. Sie
waren dunkel gekleidet. Es handelt sich dabei um die erste Beschreibung der
Einbrecher, die allerdings für die Erstellung eines Phantombildes noch nicht
ausreicht.
Inzwischen sind Wohnungen in den Ortsteilen Gruna, Zschertnitz,
Laubegast, Johannstadt, Südvorstadt, Tolkewitz und Seidnitz von der
Einbruchsserie betroffen.
Die Unbekannten hatten es bei ihren Taten ausschließlich auf
Bargeld und Schmuck abgesehen. Vor diesem Hintergrund werden die Ermittler in
den kommenden Tagen auch Dresdner Schmuckhändler aufsuchen. Sie werden dabei
überprüfen, ob die Täter den gestohlenen Schmuck zum Verkauf angeboten haben.
Neben der Gründung der Ermittlungsgruppe reagiert die
Dresdner Polizei auch mit zusätzlichen Streifen auf die aktuelle Entwicklung.
Mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei werden ab sofort
zusätzliche Zivilbeamte die Schwerpunktbereiche bestreifen.
Um Zeugenhinweise zu erhalten und für die Einbruchsserie zu
sensibilisieren, hatte die Polizei am Wochenende bereits knapp 2.500 Dresdner
Haushalte in der näheren Umgebung der Tatorte angeschrieben. Bisher gingen in
der Polizeidirektion Dresden 20 Hinweise zu der Serie ein. Eine sogenannte
„heiße Spur“ ist allerdings noch nicht auszumachen.
Weitere Hinweise aus der Bevölkerung erwarten die Ermittler
aufgrund der Begehungsweise der Unbekannten. Um in die Wohnungen zu gelangen,
hatten sie entweder die Balkontür aufgehebelt oder Fensterscheiben zerschlagen.
Diese „Einbruchsgeräusche“ sollten nach aller kriminalistischen Erfahrung in
der Nachbarschaft nicht unbemerkt geblieben sein.
Hinweise zu den
unbekannten Serieneinbrechern nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der
Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.
Quelle: PD Dresdens

Es ist davon auszugehen, dass die Einbrecher wohl in nächster Zeit gefasst werden, sollten sie weiterhin so “dreist” vorgehen. Die Lärmentwicklung beim gewaltsamen Eindringen wird nicht lange unbemerkt bleiben – bedenkt man, dass die Temperaturen bald milder werden und viele Menschen bei geöffneten Fenstern schlafen.
AntwortenLöschenDen Schmuck und die Wertgegenstände zu Geld zu machen wird zumindest in Dresden nicht ohne weiteres möglich sein. In anderen Städten ist der Verkauf vermutlich jedoch weniger problematisch.
Halten sie die Augen – und hier speziell – die Ohren auf!
Technischer Kriminaldienst Dresden
Vielen Dank für die Ergänzung und viel Erfolg bei der Täter Ermittlung
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